Es geht jetzt mit großen Schritten auf die Advents- und Vorweihnachtszeit zu. Die  Tage sind wieder kürzer, und wir finden wieder mehr Zeit und Muße etwas zu basteln, auch vielleicht zusammen mit unseren Kinder. Ich habe für alle Bastelbegeisterten hier noch einmal eine kleine Kostprobe aus meinem Kursangebot zur Verfügung gestellt. Kleine Engelchen aus schneeweißer Märchenwolle sehen in dunkelgrünen Tannenzweigen wunderschön aus. Wer "Appetit" auf mehr bekommen hat, kann sich demnächst für meinen Krippenkurs anmelden, der Anfang November fertig sein wird.

Und hier geht es nun los:

Diese Dinge brauchen wir:
  • Märchenwolle in schneeweiß, haut und gelb
  • Pfeifenputzer Länge ca 5.5 cm
  • Wattekugeln Durchmesser ca. 0.5 cm
  • Goldfaden
  • kleine goldene Sternchenpailletten
  • evtl. Goldperlchen

Wir fangen mir dem Kopf an:

Eine Wattekugel in die Mitte eines Pfeifenputzers legen und diesen nach unten fest um die Wattekugel biegen und unter einmal umeinander ver.

  • Achtung: Die Arme, die so seitlich entstehen sollen genau gleich lang sein, die Wattekugel muss ganz fest in der Drahtschlinge sitzen und darf auf keinen Fall herausfallen.

 

 

Das Gesicht des so entstanden Kopfes beziehen wir nun mit der hautfarbenen Märchenwolle.
Dazu zupft Euch ein längliches Stück von der Wolle zurecht, das genügend dick ist, um die Wattekugel zu verdecken. Achtet darauf, dass die Wollfasern parallel verlaufen und keine Lücken in dem Strang zu sehen sind (Bild li. oben)
Der Wollstrang wird nun mit einem Faden, oder mit einigen wenigen Fasern von der hautfarben Wolle, die zu einem dünnen Faden gedreht wurden, abgebunden. Leget den Wollstrang über die Wattekugel, die Abbindestelle muss genau oben auf dem Kopf der Figur liegen

Bitte wundert Euch nun nicht, wenn auf dem folgenden Bild die Figürchen Beine haben, dieses Bild ist aus einem anderen Kurs entnommen.

Wichtig ist, dass besonders  die vordere Gesichtshälfte schön gleichmäßig mit der Wolle bedeckt ist. Der Hals darf nicht zu dick werden, evtl. mit einem Nähgarnfaden noch einmal fest abbinden.

Nun beginnen wir mit dem Umwickeln der Händchen und Arme.
Nehmt wieder einen möglichst dünnen Strang hautfarbener Wolle und umwickelt damit einen der beiden Arme. (siehe Arm rechts auf dem Bild)
Beginnt in der Mitte,  wickelt von oben nach unten, bis das untere Ende fast erreicht ist und  biegt dann  den Draht um nach innen um. (siehe Arm links )
Mit dem Rest Wolle nach oben zu Ende wickeln. Der Arm wird nun von unten nach oben mit einen dünnen Wollschichten gleichmäßig ausgeformt, auf dem unteren Bild sieht man, wie die fertige Figur aussehen soll.

 

   

Jetzt bekommt der Egel Arme, wir nehmen dazu die schneeweiß Märchenwolle. Die im Bild rechts gezeigte Variante ist die einfachste, für Anfänger am Besten geeignete Methode. Hierzu wird einfach der Arm wieder von unten nach oben in dünnen Schichten mit der weißen Wolle umwickelt. Ich arbeite dabei die Schichten immer nach oben hin etwas dicker, dann sieht der Arm schöner aus. Im linken Bild ist der Arm danach noch einmal lockerer in weiten Schichten umwickelt, es ist dabei nicht so ganz einfach diese weiten Ärmel gleichmäßig hinzubekommen, es ist etwas, dass man am besten erst beim zweiten oder dritten Engel  ausprobiert.

Nun kommt das Kleidchen der Figur: nehmt dazu zwei gleichmäßige längliche Wollstränge, sie sollen in etwa doppelt so lang  wie die gewünschte Figur sein und ca. 3 cm breit. In  der Mitte werden diese Wolllagen nun dünner gezogen... Achtung aufpassen, das die Fasern nicht ganz auseinander reißen. Die dünne Stelle in der Mitte wird nun auf eine Schulter der Figur gelegt und straff nach einer Seite gezogen, auf dem Bild links sieht man , wie die Wolle schräg zu Seite gelegt ist. Die zweite Wolllagen nun genauso über die andere Schulter legen. in der Mitte die Wolle gut straff festhalten und dann die Taille mir einem weißen Faden oder mit ein paar Wollfasern  abbinden.

hier sieht man bei   rechts,  wie die Figur nach dem Abbinden aussieht, auf der linken Seite ist um Taille und Oberkörper schon ein kleiner Goldfaden gebunden. Wer die linke Figur gern vergrößert anschauen möchte bitte hier anklicken:    

 

 

Im nächsten Arbeitsschritt werden nun die Flügel eingezogen. Gebraucht wird hierzu eine sehr dicke, besten stumpfe Sticknadel. Zupft eine kleine Strähne weißer Wolle zurecht und fädelt das eine Ende in die Nadel ein. Die Nadel wird nun hinten unter den Wolllagen die über die Schultern gelegt wurden hirndurchgesteckt, nun die Wolle vorsichtig hindurchziehen. Die Flügel werden nun schön in Form gezupft., Im Bild sieht man links wie die Nadel geführt wird, rechts sind die Flügel eingezogen und in Form gezupft.

Jetzt bekommt der Engel noch Haare. Dazu nehmen wir ein kleines Stückchen gelber Wolle und legen es quer über den Kopf. zum festnähen nehme ich hier schon den Goldfaden mit dem ich auch anschließend noch ein Kränzchen um Kopf lege.
Der Goldfaden wird am Hinterkopf. im Wirbel festgenäht und denn unter den haaren nach vorne durchgezogen. ( rechtes Bild). Dann den Faden über die Haare nach hinten legen und noch einmal unter den Haaren nach vorne stechen. (siehe unteres Detailbild).
Nun werden die Haare noch mit winzigen Stichen rechts und links am Hals ein wenig fixiert, damit sie nicht so sehr zu den Seiten hin abstehen. Hinten müssen die Haare nun noch schön in Form gezupft werden, damit der Hinterkopf überall gleichmäßig bedeckt ist. Mit dem gleichen Faden kann nun ein Kränzchen um den Kopf gelegt werden. Vorne nähe ich eine kleine   Sternchenpailletten an , die vorne mit einer Goldperle festgehalten wird. Nun noch einen Faden zum Aufhängen anbringen und schon ist der erste Engel fertig :)

Hier nun noch mal Ansichten des fertigen Engels von vorne und von hinten

Ich wünsche Euch viel Spaß beim basteln :))))

alle Rechte vorbehalten Christel Dubberke Trierweiler>
Wer auch gerne eine Weihnachtskrippe mit Stehfiguren  selber machen möchte kann dies in meinem Krippenkurs lernen, der ab nächste Woche im Netz sein wird. Der Kurs kostet 20 DM und ist über ein Passwort zu erreichen. Die Anmeldung erfolgt per e- Mail an mich.